Gibt es Hilfe bei IC?

Obwohl heute schon vieles über die Entstehung der Interstitiellen Cystitis bekannt ist, sind die Ursachen für diese Erkrankung nicht in allen Fällen erklärbar.

Fortgeschrittene Stadien der Interstitiellen Cystitis gelten noch zumeist als unheilbar, aber medizinische Hilfe gibt es für alle Betroffenen!

Als Ansprechpartner / Hilfestellung für PatientInnen gibt es die "Urotherapie". Was ist das? - Hier finden Sie eine Präsentation zur Urotherapie. Eine Urotherapeutin ist "Schnittstelle" und Vertrauensperson zwischen PatientInnen, ÄrztInnen und TherapeutInnen. Sie beteiligt sich an der Diagnosestellung, Therapie und Nachbetreuung.

Je früher die Interstitielle Cystitis, die über mehrere Jahrzehnte verlaufen kann, erkannt wird, umso besser sind die Therapieerfolge. Im Frühstadium sind schleimhautaufbauende Behandlungen, z.B. durch Blasenspülungen (Instillationen) mit verschiedenen Substanzen (z.B. mit Cystistat, Gepan® instill! oder IALURIL®), Mittel der Wahl. Diese Therapie kann durch die orale Gabe von Pentosanpolysulfat unterstützt werden.

Verschiedene Kombinationen von Schleimhautschutz, Psychopharmaka und Schmerzmitteln haben sich bewährt, um wieder eine annehmbare Lebensqualität zu erlangen und die Harnblase als funktionsfähiges Organ zu erhalten.

Auch physiotherapeutische Verfahren können als zusätzliche Maßnahmen die Erkrankung günstig beeinflussen. Dazu zählen: Elektrostimulationsverfahren, Magnetfeld-Therapie, Akupunktur, Kinesiologie, Craniosakral-Therapie, Bioresonanz. Alle diese Methoden sollten erst nach Rücksprache mit dem Arzt zum Einsatz kommen, um aktuelle Behandlungsschemata nicht zu beeinträchtigen.

Ist die Interstitielle Cystitis durch medikamentöse Maßnahmen alleine nicht zu beeinflussen, kommen operative Maßnahmen zum Einsatz. Dazu zählt die Blasendehnung in Narkose, die nur begrenzt anwendbar ist und kurzzeitig Erleichterung von Schmerzen und Harndrang bringt.

Derfrühzeitige Einsatz einer guten Schmerztherapie ist sehr wichtig, es stehen dafür eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung, die individuell anzupassen sind. Durch die Implantation eines Neuromodulators (Infos dazu unter www.medtronic.de/erkrankungen/ueberaktive-blase/index.htm) besteht in Einzelfällen die Möglichkeit, die Schmerzabläufe lindernd zu beeinflussen.

Unterstützend für alle Therapien wirkt eine blasenschonende Ernährung, ausgeglichene Lebensweise, Wärme und die Stärkung des Immunsystems.

Als Vorbeugung gegen die immer wieder auftretenden Harnwegsinfektionen haben sich Preiselbeerpräpate gut bewährt.